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Herbert Lauermann

Herbert Lauermann wurde 1955 in Wien geboren. In jungen Jahren erhielt er ersten Tonsatzunterricht bei Ernst Vogel. Ab 1975 studierte Lauermann an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien Komposition bei Erich Urbanner. Seit 1994 ist Lauermann selbst als Lehrer an diesem Institut tätig.

Als Komponist erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Publicity-Preis der Austro Mechana und den MECENAS-Preis für KAR.Raum-Musik-Theater, sowie den Preis der Stadt Wien und den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Musik. Sein Werkverzeichnis umfasst Kamermusik verschiedener Besetzungen, Chor – und Orchesterwerke. Internationale Anerkennung brachten dem Komponisten vor allem seine Werke für das Musiktheater (u.a. „Simon“ für den Carinthischen Sommer und „Die Befreiung“ für das Ulmer Theater).

Das Werkverzeichnis umfaßt: Solostücke; Kammermusik für verschiedenste Besetzungen; Chor-und Orchesterwerke und Werke für die Bühne (u.a. Kirchenoper "Simon" [Carinth.Sommer 1984]; Das Ehepaar [Wr.Kammeroper, Dresdner Semper Oper]; Raum.Musik.Theater "KAR" [Reißeck 1994]; „Die Befreiung“ [Ulm 2001]) In jünster Vergangenheit enge Zusamenarbeit mit dem Autor Eberhard Petschinka („Colomans letzte Reise“; „ Raddar“), sowie mit dem Haydn-Trio-Eisenstadt (trio I „…schwarze rillen…“; trio II „…übungen im horizontgewinn und traumverlust…“) Ur- und Erstaufführungen u.a. in Paris, Essen, Baltimore, Washington, Gettysburg, Graz, Budapest, New York, Rom, Singapur Auftragswerke für Steirischer Herbst, Wien Modern, Carinthischer Sommer, Dresdner Tage für zeitgenöss. Musik, Gesellschaft der Musikfreunde, Donaufestival, WDR-Köln, Ulmer Theater, Wiener Mozartjahr 2006 u.a.

Lauermann’s kompositorisches Hauptinteresse gilt dem Wort. Das Wort als Kommunikationsmittel; das Wort als unerschöpfliche Quelle für Material und Form.
Das analytische Erfassen und klangliche Umsetzen von Sprachstrukturen und Sprachlauten in Musik und damit das Vermitteln von Inhalten in einer neuen reduzierten, zerbrechlichen Klang-Sprache ist Ziel seiner kompositorischen Auseinandersetzung mit dem Wort. Das Zusammenspiel von Lauten in Silben, Wörtern und Sätzen, das Konstituieren von Sinn aus abstrakten Elementen und das Ausloten von Inhalten mit Hilfe von, aus Sprachklang und Syntax gewonnenen musikalischen Abläufen, zeichnen für das differenzierte Klangbild seiner - im weitesten Sinn – wortbezogenen Kompositionen verantwortlich: es geht um Vermittlung zwischen den Kommunikationssystemen Sprache und Musik, um eine neue Form der Wort-Ton-Beziehung - mit allen erstaunlichen Konsequenzen.

Musikuniversität Wien

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