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Was genau darf ich unter dem Begriff "Stereosumme" verstehen?

Im Alltagssprachgebrauch muss man diesen Begriff nahezu nicht kennen, denn jede Musik, die aus zwei Lautsprecherkanälen kommt und räumliche Klangeigenschaften hat - die Gitarre steht links, das Keyboard rechts, und die Stimme kommt aus der Mitte, um ein Beispiel zu nennen - ist eine Stereosumme, egal ob sie von einer CD stammt, einer heruntergeladenen MP3 oder von der Tonspur einer DVD.

Musikstücke bestehen aber aus vielen einzelnen Spuren, die während der Produktion einzeln oder in Gruppen bearbeitet und angehört werden können. Irgendwann, wenn sich alle Beteiligten an einer Produktion einig sind, dass "es das jetzt ist", werden alle Einzelspuren auf einen sogenannten "Master-Bus" gepackt. Er spielt die Summe aller Einzelspuren auf ein Stereo-Spur-Paar aus, die Stereosumme, die dann auf CD gebrannt oder als Musikfile online verschickt werden kann.

Wenn es darum geht, ein fertiges Musikstück etwa an ein Label oder ein Masteringstudio zu schicken, tun sich Anfänger im Bereich der Musikproduktion gelegentlich schwer mit dem Begriff der Stereosumme und fragen nach. Einer der Gründe dafür ist häufig, dass man sie, etwa auf dem virtuellen Mischpult mancher Musikbearbeitungsprogramme, nirgendwo sieht, es sei denn man fügt sie hinzu.

In der Regel kann man, genau wie Einzelspuren zur Aufnahme, eine gesonderte Spur hinzufügen, die sogenannten Stereo-Master-Spur. Hier wird zum Beispiel der Gesamtpegel einer Abmischung sichtbar, und hier kann man weitere Effekte einfügen, die dann nicht mehr auf einzelne Instrumental- oder Gesangsspuren wirken, sondern auf den gesamten Song (dies macht man gelegentlich, damit sich ein Song schon "ein bisschen wie auf einer richtigen CD" anhört).

"Stereosumme ohne Effekte", als Antwort auf die Frage, was ein Label oder ein Masteringstudio brauchen, heißt also, dass man keine Einzelspuren verschicken soll, sondern den auf ein Stereo-Spur-Paar zusammengefassten Song ohne zusätzliche Effekte, die ausschließlich auf die Summe wirken. Da haben Masteringstudios, ob von den Künstlern selbst oder von einem Plattenlabel beauftragt, meistens die besseren, weil auf die Summenbearbeitung spezialisierten, Klangbearbeitungswerkzeuge.

Frank Gingeleit

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