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Welcher Computer und welche Soundkarte eignet sich gut für das Homerecording?

Das kommt ein wenig darauf an, was genau gemacht werden soll.

Der Rechner

Wenn es nur um das Aufnehmen diverser Instrumente geht, kann eigentlich nahezu jeder PC genommen werden, der derzeit im Handel steht - sogar die eee-PCs könnten schon reichen!

Soll der Rechner auch einen Teil der Klangerzeugung übernehmen, kommt es (je nach dem) auf einen stärkeren Prozessor und RAM an. Wenn viele Sample-Libraries Verwendung finden, auch auf eine sehr fixe und zuverlässige SATA-Platte.

Ein durchschnittlicher PC zum Musikmachen sollte heutzutage (Sommer 2010) mindestens einen Core2Duo-Prozessor haben (i5 oder i7 sind natürlich deutlich besser) sowie 2-3GB RAM und 500 GB bis 1 TB Festplattenplatz.

Wenn es ein bisschen besser sein darf, rate ich zu einem 64Bit-System:
Win7 64BIT, 8GB Ram, i7-Cpu von Intel, 1-2TB Festplatte.

Mac? Sicher, ein Mac kann auch genutzt werden, bietet aber keine objektiven Vorteile gegenüber einem Windows-Rechner. Ich habe mehrere Macs und PCs im Einsatz. Musik mache ich nahezu nur auf einem PC. Vorteil: Ist Preiswerter, als dezidierter Audio-PC genau so zuverlässig und ein wenig flexibler.

Soundkarte

Wenn keine großen Aufnahmen geplant sind, kann ein OnBoard-Sound für den Anfang schon reichen.

Besser sind aber "richtige" Soundkarten.

Hier gibt es kleine Lösungen von Edirol, FOCUSRITE (SAFFIRE 6 USB), EMU, Alesis und viele mehr. Zwischen 50 und 150 Euronen bekommt man hier schon was für den ambitionierten Einsteiger.

Richtig amtlich wird es mit Lösungen wie RME (kann ich uneingeschränkt empfehlen), Metric Halo oder auch einer M-Box.

Software

Das ist ein oft sehr emotional diskutiertes Thema. Fakt ist mit nahezu allen Sequencern, die auf dem Markt sind, kann man vernünftig arbeiten:

-Reaper
-Fruity-Loops
-Logic
-Cubase
-ProTools
-Nuendo
-Samplitude
-Sequoia
-Reason (kein Sequencer im eigentlichen Sinn)
-ProTools

Es gibt für manche Sequencer klare technische KO-Kriterien, aber das geht schon eher in den Bereich "Luxus-Diskussion".

Ergänzen möchte ich noch, dass vor Kurzem ein Klavierschüler zu mir kam und mich bat, ihm bei der Einrichtung eines kleinen Aufnahme-PCs zu helfen. Er hatte solch einen Netbook und es funktionierte alles, aber die Latenz war so groß, dass es unmöglich war, sinnvoll einzuspielen.

Was bedeutet Latenz? Na, das wäre doch eine wundervolle neue Frage... :)

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