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Sind "Do, re, mi, fa, so, la, ti, ..." die gleichen Noten wie "c, d, e, f, g, ..."?

Bei do, re, mi, fa... handelt es sich um Solmisationssilben nach dem Verfahren des Guido von Arezzo und das dementsprechende Singen der Noten seit dem 11. Jahrhundert.

Heute unterscheidet man zwischen absoluter und realtiver Solmisation.

Bei der absolten Solmisation, die vor allem in romanischen Ländern verwendet wird, werden die Tonsilben entsprechend der Notennamen c, d, e usw. verwendet. Die Tonsilben bezeichnen dann nicht mehr bestimmte Stufen der Tonleiter, sondern feste Tonhöhen.

Bei der realtiven Solmisation, die von John Curwen entwickelt und von dem Ungarn Zoltán Kodáy aufgenommen wurde, werden die Tonsilben für die sieben Stufen der aktuellen Tonart verwendet. Demzufolge wird also eine Melodie in verschiedenen Tonarten mit den gleichen Tonsilben gesungen und behält so auch textlich ihre Eigenart.

Zusätzlich gibt es noch das von Richard Münnich entwickelte System Ja, Le, Mi, Ni Ro, Su, Wa, Ja, das beispielsweise im Musikunterricht in der DDR zur Anwendung kam. Die Silben beginnen der Reihe nach mit den klingenden Konsonanten und gebrauchen dann alle fünf Vokale so, dass Halbtönen die gleichen Vokale zugeordnet werden. Das System ist äußerst flexibel und vermag auch vorübergehende Modulation ohne Umdeutung darzustellen.

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